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Yummy, yummy, yummy I got love in my tummy

Liebe geht durch den Magen – so kitschig dieses Sprichwort auch klingen mag, für uns ist er ist eine Lebenseinstellung. Gutes, regionales, und selbstgekochtes Bio-Essen ist ein wichtiger Bestandteil unserer glücklichen Beziehung. Das war jedoch nicht immer so: Bevor wir uns kennengelernt haben, war ich strikte Vegetarierin mit Tendez zur Rohkosternährung. Ich bin auf einem Bio-Bauernhof aufgewachsen, weshalb ich mich schon relativ früh mit dem Thema Ernährung auseinandersetzte. Ehrlich gesagt eher der Figur zu liebe, als aus ethischen Gründen. Naja, das kann man wohl einem Mädchen in der Pubertät nicht verübeln. Ernährung wurde für mich zu einer Art Religion und ich habe mir selten bis gar nie einen kulinarischen Fauxpas erlaubt, um die Ernährungs-Götter nicht zu entzürnen und die schlanke Linie auch ja zu wahren. Glücklich war ich mit dieser Form der Ernährung nicht, da ich zu wenig selbstbewusst war, um die ganzen Vegetarier-essen-meinem-Essen-das-Essen-weg-Sprüche wegzustecken und ständig eine Extrawurst zu haben, wenn man auswärts essen ging.
Bei Kevin sah das Ganze ein klein wenig anders aus: In seinen Augen war ein gutes Menu erst mit einem deftigen Stück Fleisch vollkommen. Zwar achtete er auf den Brennwert seiner Gerichte, jedoch weniger auf den Mikronährstoffgehalt der Nahrungsmittel, die er zu sich nahm. Hauptsache Low Carb, weil Kohlenhydrate einen ja bekanntlich umbringen, wie man meinen könnte, wenn man den zahlreichen Ernährungs-Gurus im World Wide Web Glauben schenken würde. So unterschiedlich Kevin und ich uns auch ernährt haben, hat uns etwas schon immer verbunden: Wir lieben Essen. Ob rohveganes, gekochtes oder einst lebendiges Essen: Wir lieben es!

Als wir in eine gemeinsame Wohnung zogen, wurde uns bewusst, dass wir die Liebe zum Essen und die Liebe zueinander irgendwie kombinieren mussten, um ein harmonisches Miteinander garantieren zu können, da wir nebst der Arbeit die meiste Zeit in der Küche verbrachten und unser Equipment und unsere zeitlichen Ressourcen nicht ausreichten, um jeweils zwei verschiedene Menus zu kochen. Da Kevin sich nicht zwingend rohvegan ernähren wollte (unvorstellbar, nicht?) und ich bereits beim Gedanken daran, auf einem Stück tierischem Muskel rumzukauen spürte, wie mein Cholesterinspiegel anstieg, mussten wir einen Kompromiss finden. Oder noch besser: einen Konsens! Und siehe da, wir wurden uns in einem Punkt relativ schnell sehr einig: unser Essen muss so frisch wie möglich sein und so nahe wie möglich von unserem Wohnort angebaut werden. Den Rest überliessen wir meinen Kochkünsten

Ich habe gemerkt, wie frei ich mich ohne dieses akribisch genaue Befolgen von irgendwelchen strikten Ernährungsregeln fühlte. Ausserdem habe ich wieder gelernt, gewissen Gelüsten nachzugehen und mir dabei zu „verzeihen“. Kevin wurde bewusst, dass nicht jeden Tag zwingend ein Stück Fleisch auf den Teller kommen musste, damit er glücklich war und dass Gemüseessen eine ziemlich vielseitige Erfahrung sein kann. Heute essen wir, weil wir gerne essen. Und wir essen so wie wir essen, weil wir uns gern haben. Nicht weil wir Labels wie Veganer, Makrobioten oder Clean-Eaters tragen, sondern weil wir intuitiv wissen, welche Nahrungsmittel unser Körper braucht und unser Gaumen uns dankt.
Alle Nahrungsmittel, die wir konsumieren, sind frisch und biologisch angebaut und wir bereiten diese gemeinsam zu. Wir sind überzeugt, dass jedermann Spass am Kochen entwickeln kann und dass dieser sinnliche Prozess der Nahrungszubereitung einen wertvollen Beitrag zu einer glücklichen, harmonischen Beziehung leistet.  Unser Blog ist ein Aufruf an alle Paare, gemeinsam das Glück in der Küche zu finden.